Die Süßkartoffel

Die Süßkartoffel ist eine der ältesten Gemüsesorten. Wissenschaftler vermuten, dass sie in Lateinamerika bereits vor tausenden von Jahren angebaut wurden. Erste wissenschaftliche Belege gehen zurück zu peruanischen Aufzeichnungen aus 750 v. Chr. Nach Europa gelangten sie Berichten zufolge durch Christopher Kolumbus, der sie 1492 auf seine Reise nach Südamerika entdeckte. Er war so überzeugt von deren Geschmack, dass er sie nach seiner vierten Reise mit in seine Heimat nahm, um sie auch dort zu kultivieren.

Nachdem Süßkartoffeln in Spanien großen Anklang fanden, nahmen die spanischen Seefahrer sie mit auf ihre Reisen. So gelangte das orangene Wurzelgemüse im 16. Jahrhundert nach China und später auch nach Asien, Afrika und Lateinamerika während des 17. Und 18. Jahrhunderts.

Bekannt wurden sie jedoch nicht nur als Nahrungsquelle sondern auch als ein Stärke- und Alkohollieferant. Die Tatsache, dass sie sich einfach vermehren und anbauen lassen, half den orangenen Knollen bei ihrem Siegeszug.

Süßkartoffeln sind keine Kartoffeln

Die amerikanische Süßkartoffel ist keine Kartoffel im eigentlichen Sinne. Süßkartoffeln gehören zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae Ipomoea batatas), die unterirdische Speicherwurzeln ausbilden – die Süßkartoffeln. Diese Wurzeln werden als Knollenförmig bezeichnet. Im Gegensatz dazu gehören Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae S. tuberosum) die unterirdische Knollen ausbildet. Sowohl Süßkartoffeln als auch Kartoffeln wachsen unter der Erde, jedoch ergeben sich viele Unterschiede im Hinblick auf Dichte, Geschmack und Nährwerte.

Auf den ersten Blick sehen die beiden knollenförmigen Gewächse sogar ziemlich ähnlich aus, schaut man jedoch genauer hin, werden auch hier einige Unterschiede deutlich. Denn Knolle ist nicht gleich Knolle. Während Kartoffeln ein eher blass-gelbes Fruchtfleisch haben, umschlossen von einer beige-braunen Schale, sind Süßkartoffeln je nach Art meist orange oder lila fleischig mit einer rosa bis violetten Schale. Die Knollenform der Kartoffeln ist kleiner und runder, Süßkartoffeln hingegen sind zumeist ellipsenförmig geformt mit spitzen Zuläufen an den Enden.

Im Hinblick auf den Geschmack erinnert das Aroma der amerikanischen Süßkartoffel an Karotten oder Kürbis – süßlich und leicht nussig. Trotz ihrer natürlichen Süße, kann der Brix-Level (der Grade der Süße) zwischen den einzelnen Sorten Variieren. Dies hängt unter anderem auch von der Umgebung ab in der die Pflanze gewachsen ist und von ihrer Lagerung nach der Ernte.

Ein weiterer Unterschied zwischen Kartoffeln und Süßkartoffeln liegt bei den enthaltenen Nährstoffen.
Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.